Montag, März 27, 2006

"Mach, dass die Welt aufhört sich zu drehen..."

Und weil's so schön war... und so viele Menschen ständig "wie süüüüß!" , "Ich will die mitnehmen" und ähnliches brüllen ;) Hier habt ihr noch ein niedliches Katzenfoto und ja, ich bin verliebt und wie... schließlich sind die beiden einfach nur toll, irgendwie auch schon recht schlau und das Katzenklo benutzen sie mittlerweile auch schon brav.



Wenn die nicht süß sind, weiß ich auch nicht...
aber jetzt mache ich mich erstmal wieder an die Arbeit und versorge nebenbei meinen kranken Freund. Männer sind ja sooooo wehleidig... warum eigentlich? Wodran liegt das? Kann man das biologisch irgendwie erklären? Warum sind Frauen meistens mit so einer Einstellung geboren worden, die von ihnen verlangt aufzustehen und alles zu klären, zu bearbeiten und zu managen, bis sie umfallen? Und warum ist das bei Männern nicht so? Warum legen die sich aufs Sofa und sterben möglichst laut, wenn sie sich mit dem Hammer auf den Finger hauen, von einer Katze gekratzt werden, man(n) von einer Rauferei einen klitzekleinen blauen Fleck davonträgt? WARUM? Wollen die uns ärgern, in den Wahnsinn treiben oder sind sie einfach nur wie kleine Kinder? Ich weiß es nicht, vielleicht sagt es mir wer :P

In diesem Sinne - Frauen passt auf eure Männer auf.

Tigga.

Freitag, März 24, 2006

Noch mehr Fotos...

Mal schauen, womit ich euch nun zuschmeiße. Gut, vor allem einmal mit den so sehr ersehnten Fotos meiner kleinen Katzenkinder.... also, wie gehabt: einfach groß klicken und süß finden:



so sah meine kleine Katze aus, als ihr Bauch noch richtig, richtig dick war:



Und diese beiden kleinen Katzen kamen dann heraus aus dem Bauch und laufen jetzt fröhlich durch meine Wohnung, naja, laufen... ist wohl eher tappsen ;)


Das ist Luna^^


Und das ist Titus^^

Beide zusammen lieben ihren Onkel Luzi und müssen ständig mit ihm toben, auf ihm rum krabbeln und an ihn gekuschelt einschlafen... aber Luzi ist ja auch schon ein erprobter Vati.:)



ach ja, und wenn wir schon dabei sind: Luzi hat nicht nur Spaß mit den Kleinen, sondern spielt auch fröhlich den ganzen Tag mit Streicher. Abends sieht das dann meist so aus:



Man braucht gar keine Sofakissen mehr - man hat genügend Tigerkatzen, die einfach irgendwo liegen und schlafen oder kuscheln wollen.

So, ich bin jetzt wirklich, wirklich müde,



aber leider, leider gibt es noch wirklich viel zu tun...
In diesem Sinne - frisch ans Werk - putzen, kochen, auspacken, wegpacken, umstellen - und ich hab doch jetzt schon keine Lust mehr!

Nun denn, wie sagt man so schön im Norden: Wat mutt, dat mutt!
Also, bis demnächst

Tigga.

Donnerstag, März 23, 2006

Fotos!

Mahlzeit.

Endlich Fotos! Freut euch, ich habs endlich geschafft und das heißt auch, dass wir fast fertig mit unserer Wohnung sind. Nur noch son paar Leisten vor die Fussleisten nageln, ein paar Türen lackieren und ein paar verbliebene Kartons auspacken und endlich, endlich kann man hier nicht nur hausen und leben, sondern auch erleben und wohnen! Ich freu mich so. Und damit ihr schonmal ein wenig seht, was wir so in den letzten Wochen geschafft haben:

Klick für ein großes Bild!

so sah das aus... mann, war das eklig!

Klick für ein großes Bild!

und so siehts jetzt aus... viel besser!

so, und damit hör ich erstmal auf, denn es gibt noch viel zu tun... falls ihr das wirklich genauer betrachten wollt: einfach groß klicken :)

Dienstag, März 21, 2006

Wenn Hunde aus dem Fenster gucken...

Nabend allerseits.

Jaja, ich weiß, immer noch keine Fotos, aber tröstet euch, denn die kommen (diesmal wirklich) bald. Eigentlich muss nur mein PC endlich mal angeschlossen werden, dann muss das Datenkabel aus einem der hundert kartons gefischt werden und dann die Fotos endlich ausgewertet werden. Dann kann ich endlich ein paar online stellen und verschicken, denn einige warten ja schon sehnsüchtig auf Vorher-Nachher-Bilder und Biloder der Minikatzis. Hach ja, eines knabbert gerade meinen Stuhl an und das andere kuschelt gerade Onkel Luzi. Der ist aber sowieso sehr beliebt, weswegen er sich neuerdings überlegt in einem Karton zu pennen.
Toll, jedes Mal mache ich mir Sorgen,wo der Kater ist, ob er durch die offene Tür gehuscht ist und dann raschelt irgendwo ein Kartondeckel und hinaus schielt ein Tigerkater mit dem Gesichtsausdruck, der sagt: "Such bitte leiser, du hast mich geweckt." Man freut sich dann immer so. Merkwürdiges Tier.

So - Internetradio angemacht, sich von Oomph! anbrüllen lassen, gute Laune haben - in diesem Sinne: "ich muss weg!" ;)

Tigga.

PS: Die Tage mehr. Wirklich.

Dienstag, März 07, 2006

"Ich bin nicht mehr ansteckend..."

Ich nochmal. Nee, ich gebe nicht Ruhe. Gibt noch genug zu tun und zu schreiben.

Ich hab endlich einen gemütlichen Raum. Ich sitze gerade in meinem Arbeitszimmer am Schreibtisch und bewunder die Sofas, die mein Onkel heute mitgebracht hat. Die sind so schön alt und passen deshalb so schön in diese Wohnung. Dazu bekomme ich doch wirklich die alte Anrichte von meiner Mutter, an der sie so hängt. Richtig schönes dunkles Holz. Hach ja und beigefarbene Sofas mit Goldknäufen und braunen Kordeln... einfach urgemütlich und so schick. Klar, man könnte auch alles modern einrichten, aber ich finde alte Möbel - wenn sie denn schön und gepflegt sind - tausendmal schöner als diese nullachtfuffzehn Modemöbel. Klar, man kann das super kombinieren mit ein bisschen Fingerspitzengefühl, aber hey, die alten Möbel sind wirklich toll.

Einen Esstisch haben wir jetzt auch und auch endlich alle vier Stühle, die dazu gehören. Auch sie sind alt, aber wie ich schon sagte: Kombination macht den Reiz aus. Die Stühle bekommen eine neue Bespannung mit dunkelrotem Stoff - weg mit den Blümchen! - und schon sieht das ganze Ensemble richtig schick aus.

Den Katzen gefallen die neuen Möbel (inklusive 60er-Jahre-Sessel in blau) prima. Kann man doch endlich mal auf was anderem schlafen und rumturnen, als auf den Kratzbäumen oder in irgendwelchen Körben. Seit zwei Stunden schon spielen meine Kater fangen quer durch den Raum und auch über mich. Unter dem Schreibtisch durch, über meinen Schoß, auf das erste Sofa, hinter dem zweiten lang, auf den Sessel, aufs Fensterbrett und dann auf den Kratzbaum und Pause machen, eben was fressen und das Ganze beginnt von vorn.

Heute ist dann auch endlich unser Wohnzimmer soweit. Ich freu mich schon so drauf, endlich meinen PC aufzubauen und anzuschließen und die ganzen Vorher-Nachher-Fotos online zu stellen. Aber vorerst muss das noch ein wenig warten.

Gestern haben wir dann mal versucht den Herd anzuschließen... entweder, der Backofen ging, aber die Platten hatten keine Lust, oder aber zwei Platten funktionierten, aber dafür der Backofen nicht. Haltet uns jetzt nicht für dämlich, denn morgens war extra die Elektrikerin dagewesen und hatte genau beschrieben, wie man vorgehen müsste. Sie war sicher, das würde funktionieren *seufz*. Naja, immerhin funktionieren jetzt zwei Platten, was bedeutet, dass wir nun irgendwie kochen können. Und lieber in Schichten kochen, als noch länger Mikrowellenessen.

Obwohl mir Essen im Moment zum Hals raushängt, denn ich bin krank. ("Oh, Du bist wieder hier? Deine Mutter sagte doch, du wärest länger krank?" "Ja, aber der Onkel Doktor hat gesagt, ich bin nicht mehr ansteckend... Ich darf nur niemanden anfassen..."). Ich habe eine richtig miese Grippe mit allem was dazugehört von Gliederschmerzen, über Fieber zu Husten, etc. Eigentlich tut mir alles weh und eigentlich versaut mir das gerade das Wochenende. Ich hoffe nur, dass das morgen wieder besser ist, denn schließlich müssen wir unser Wohnzimmer einräumen und den Flur leerräumen... So viel Arbeit und so viel Kraftaufwand, dabei bin ich gerade froh, wenn ich es ohne Kreislaufzusammenbruch vom Sofa bis zur Küche schaffe.

Nun denn, aber ich will hier nicht wehleidig klingen.

Liebe Grüße an den Rest der Welt.

In diesem Sinne - Haltet die Ohren steif und haltet euch von kleinen Kindern fern. ;)

Tigga.

"Kids with Guns"

Nabend allerseits.

Ein stressiger Tag geht zu Ende - endlich.
Nachdem die unglaublich schwierige Frage: "Welches Mikrowellenessen gibbet heute und wie kombinieren wir die vorhandenen Möglichkeiten, um zumindest so zu tun, als würden wir Abwechslung auf den Tisch bringen?" nun geklärt ist, kann ich - trotz irre schmerzendem Nacken - endlich anfangen, euch mal auf den neuesten Stand zu bringen:

Seit gestern mache ich mein von der Uni vorgeschriebenes Praktikum in einer Grundschule. Sollte ich erwähnen, dass ich Kinder unter zehn unheimlich finde?
Hier folgt also grob der Ablauf meines ersten Praktikumstages:
Nachdem ich die Nacht nicht geschlafen hatte (Ich lasse doch nicht die Oscarverleihung aus...), stand ich endgültig um fünf auf, brachte den Hund raus, versorgte die Katzen mit Futter und ein paar kurzen Streicheleinheiten, damit mein Freund fein weiterschlafen konnte und brach dann gegen sechs auf zur Bushaltestelle. Fünf Minuten bis zum Bahnhof, noch eben in die Sparkasse hüpfen und Geld für ne Wochenkarte abheben, rein in den Bahnhof und frieren bis der Zug kam. Hmm. Zug kommt nicht. Noch zehn Minuten bis zur Abfahrt. Zug kommt noch immer nicht. Ein nervöser Blick auf die Uhr. wenn der nicht bald kommt, dann komme ich zu spät. Dann diese nervtötende automatische Bahnhofsansage: "Meine Damen - und Herren - auf Gleis - 4 - der Regionalexpress nach - Lübeck - über - Preetz, Plön, Eutin - fährt - 20 - Minuten später ab." Klasse. Meine Rechnung ergab schnell, dass ich auf die Minute pünktlich sein würde, wenn der wirklich dann auch abfuhr. Glück gehabt. Die Türen schlossen sich "pünktlich" und ich schaffte es Punkt halb acht in der Grundschule zu sein. Ich war ja so gespannt, welchem Lehrer ich dann zwei Wochen lang folgen würde. Schock 1 an diesem Tag war dann, als ich die Lehrerin sah. Ich musste mir ein Lachen wirklich verkneifen, denn sie geht mir nichtmal bis zur Schulter und ist damit so ca. einen halben bis zu einem ganzen Kopf größer als ein Viertklässler. Süß. Allerdings ist sie wirklich nett, und ich kann zumindest in Sachen Unterrichtsgestaltung und Pädagogik einiges von ihr lernen. Insofern ist dieses Praktikum gar nicht sooo ätzend, wie ich dachte.
Schock 2 an diesem Tag war dann die erste Klasse, in der ich zu Gast sein durfte: ausgerechnet eine vierte. Und dann standen die alle erstmal stramm und antworteten im Chor "Guuuuteeeeen Mooorgeeeen..." moah, und sowas dann gleich nach einer schlaflosen Nacht. Die Kinder waren wirklich typisch: laut, unhöflich, fies zueinander und viele wiesen die Mode-Psychosen ala Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom auf. Prima. Genau das Richtige zum endlich wach werden.
Schock 3 an diesem Tag waren die Namen der Kinder, die ich in den ersten zwei Stunden besuchen durfte: Bitte wer nennt seine Kinder Hinnerk oder Käthe? Oder Cinderella oder Mercedes oder Wynona??? Ach ja, merkwürdig, merkwürdig... Nun denn, ich sollte mich vielleicht nicht darüber beschweren, soll doch mein eigener Sohn mal einen sehr ausgefallenen Namen bekommen *vorsichhinlächelt*.
Schock 4 an diesem Tag war die erste Klasse, die ich besuchen konnte: ich hab noch nie irgendwas von Kindern geschenkt bekommen, aber nun nenne ich mehrere hübsche Stifte, zwei Bilder von Tieren und mehrere wunderhübsche "Gemälde" mein Eigen... Irgendwie süß. Auch die Tatsache, dass man ständig von hinten und von vorn umarmt wird und auf Kniehöhe irgendwas "kuscheln" schreit ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, genau wie die Tatsache, dass eine Traube Mädchen sich um meine zwei Hände streiten, wenn es darum geht zwanzig Meter zurückzulegen. Auch irgendwie süß - aber wirklich, wirklich gewöhnungsbedürftig.

Hach ja, der Unterricht ist größtenteils wirklich interessant und ich bin froh darüber, dass ich nicht rumsitzen muss, sondern mich wirklich einbringen kann, Übungen überwachen, mithelfen, Kinder speziell betreuen... das macht mir wirklich Spaß und naja, mal schauen, was noch so kommt.

Und heute? Zitat des Tages von einem kleinen Jungen mit wiederholtem Nasenbluten: "Ich weiß noch nicht, ob ich morgen komme. Das Nasenbluten geht mir langsam wirklich auf die Nerven..." Erstklässler sind irgendwie süß :)

In diesem Sinne - gebt euren Kindern vernünftige Namen.

Tigga.

Mittwoch, März 01, 2006

Der ganz normale Wahnsinn

Guten Morgen allerseits.

meine Güte, bin ich heute fleißig. Na gut, ich werde es sein, wenn ich mich aufraffen kann...

Heute ist ein ganz normaler Mittwoch und das heißt für mich: Wäsche waschen, Kartons in den Keller schaffen, den Katzen irgendwie mehr Auslauf verschaffen, ohne, dass sie es schaffen in das noch Baustellen-Wohnzimmer vorzudringen und sich dann noch ausgiebig dem Hund widmen: bürsten, kämmen, streicheln, etc., denn die haart nicht nur gerade wie Sau (haaren Säue? Wohl nicht, oder? Oder so ein wenig vielleicht, schließlich haben sie ja immerhin Borsten..., sondern sie wird auch gerade läufig und das macht sie -wie so manche Frau- fast unausstehlich. Sie zerkaut Dinge, sie nervt unaufhörlich, sie ist zickig, kurz: sie benimmt sich wie ein tierischer Teenager.

Die Mini-Tiger und die drei großen Tiger habe ich schon versorgt. Denen geht es prima... okay, nur brauchen die beiden Kater ein wenig mehr Platz zum toben, dann hören sie vielleicht auch auf ("Luzi, raus!") ständig hier rein zu laufen, obwohl sie das nicht dürfen... naja, anscheinend braucht man doch etwas mehr Platz zum toben, also wird die Wohnzimmertür jetzt von innen blockiert und die Schiebetür zwischen Wohn- und Arbeitszimmer wird auch irgendwie blockiert - nur von außen, schließlich muss man ja noch ins Wohnzimmer hinein und auch wieder hinaus.

Ich hoffe, alles in allem wird heute ein ruhiger Tag, an dem trotzdem einiges zu schaffen ist. Schließlich müssen wir immer noch einen Schrank bekleben und auch der Kühlschrank sollte aufhören sich zu wehren und sich endlich bekleben lassen. Ich werde gleich mal den achten Versuch starten... mal schauen.

Tja, Olympia ist vorbei, was meine Zeit jetzt wieder etwas vermehrt hat *hust*... Naja, ich musste alles sehen, was die da brachten und alle Entscheidungen mitbekommen und das ist doch zeitaufwendig, wenn Olympia 12 Stunden pro Tag läuft... der Frühling bricht übrigens an. habt ihrs gesehen? Draußen wachsen wieder Schneeglöckchen und ich hab auch schon die ersten Krokusspitzen aus der Erde lugen sehen. Und was bringt der Frühling sonst noch so? Genau. Endlich neue Chucks für wenig Geld... endlich wieder heile Chucks besitzen. Und die werden jetzt bis zum Herbst getragen und landen dann wieder wegen des Verschleißes in der Tonne. Hach, ich freu mich so.

So und das solls erstmal von heute minder kreativen Ergüssen gewesen sein.
In diesem Sinne - Kopf hoch, es ist bald Wochenende!

Tigga.

Montag, Februar 27, 2006

Alles Streben...

Und morgens hatte ich mich noch so optimistisch angehört...

aber alles Füttern und jeder Versuch der kleinen Faye zu helfen war vergeblich. Ja, wahrscheinlich hat sie deswegen zwei Tage länger gelebt, aber im Endeffekt ist sie noch am selben Abend in meinen Armen gestorben. Ja, sicherlich bin ich traurig - hatte ich doch mein Herz an sie gehängt - aber immerhin leidet sie nicht mehr und hat keine Schmerzen mehr. Was sagte eine gute Freundin? "mach dir keine Sorgen, wo sie hingeht ist es sehr viel schöner, als du es ihr je hättest machen können..." Nun, wer kann schon sagen, was mit einer kleinen Katzenseele passiert, wenn sie einmal den Körper verlassen hat, aber ich stelle mir gerne vor, das sie jetzt irgendwo ist, wo es warm ist, wo sie umsorgt wird, wo Lunge und Bauch nicht mehr weh tun und wo sie die Augen öffnen kann und als erstes eine liebevolle Mutti sieht.

Apropos Mutti: Freya geht es gut und den verbleibenden zwei Kätzchen geht es ebenfalls bestens. Sie hat zwar erst noch gesucht, aber recht schnell verstanden, dass ihre Kleine nicht zurück kommt. Sie hat mir die Hand geleckt, als wollte sie sagen "ist nicht so schlimm, ich wusste das ja...", dann hat sie ihre Agressionen noch eben am Kratzbaum ausgelassen und ist zu den anderen beiden gegangen, um sie zu säugen. Mittlerweile haben auch die verbleibenden kleinen Tigerkatzen Namen. Braucht man ja auch, wenn man die Augen aufmacht. Die kleine Katze heißt Luna und der kleine Kater heißt Titus. Schöne Namen, finde ich. Wenigstens zeigen ihre neuen Besitzer Phantasie, was die Namensgebung ihrer Lieblinge angeht.

Schade aber, dass ich nun keine kleine Katze aufwachsen sehe (ausser Titus, weil der ja erst im Juni geht...) und keine kleine Katze hierbleibt. Statt dessen werd ich mir vielleicht doch noch einen Hund anschaffen, oder eine Ratte, ach nein, lieber zwei... *hrhr* Nein, mal im Ernst. Ich denke, ich rette lieber einem kleinen südländischen oder osteuropäischen Welpen das Leben und hole mir nach dem Sommersemester noch einen Hund. Wäre ja auch gut für den bereits vorhandenen...

In dem Sinne - Kopf hoch und Chancen nutzen.

Tigga.

Samstag, Februar 25, 2006

Im Graubereich

Nabend allerseits.

Im Moment ist alles weder gut noch schlecht, weder schwarz noch weiß und ich bin weder traurig noch fröhlich.
Auf der einen Seite passieren viele nette Dinge: meine Küche nimmt langsam Form an, und auch der Flur sieht langsam nach einem bewohnbaren Raum aus. Die Küchenschränke sind auch schon zur Hälfte beklebt und ach ja, ich hab eben frei, weil Semesterferien sind.
Auf der anderen Seite ist alles stressig. Eine meiner drei kleinen Kätzchen hat ein Problem mit dem Magen und hat deswegen tagelang nicht richtig gefressen. Seit gestern nun ernähren wir sie mit der Spritze und sie bekommt dreimal täglich Medizin. Allerdings ist es fraglich, ob wir sie durchbekommen, aber wir versuchen alles, was möglich ist. Im Moment wiegt sie nicht mehr als 119 g (zum Vergleich: ihre beiden Geschwister liegen bei 240g) - das muss dringend mehr werden, Hoffentlich schaffen wir das. Aber ich bin da optimistisch. Nichts ist umsonst, das man tut.

Ansonsten: es gibt immer noch keine Fotos, denn ohne Handysoftware kein auf-den-PC-laden und demzufolge auch kein Uploaden... aber ab morgen oder übermorgen sollte das wieder gehen, schließlich kommt da mein PC und mein Schreibtisch und ich kann dann endlich wieder an meine Software. Meine Hausarbeit kann ich dann auch anfangen. Hoffentlich krieg ich das schnell hin und der ganze Katzenstress artet nicht aus. naja, heute war die Kleine ja schon wieder in der Lage ein wenig bei ihrer Mutter zu trinken.... hoffentlich, hoffentlich wird das schnell wieder sehr viel besser.

So, das solls erstmal gewesen sein.
In diesem Sinne - ein schönes Restwochende,

Tigga.

Donnerstag, Februar 23, 2006

~Oh Happy Day!~

Guten Morgen allerseits.

Endlich, endlich - eine Klospülung! Also, ich hoffe es jedenfalls, denn im Moment versucht sich unser Hausverwalter als Klempner (scheint aber gar nicht so schlecht zu sein...) und schließt die Toilette und den Spülkasten an. Hach, wie ich mich freue - kein Eimer mehr. Nie wieder den Duschkopf übers Klo halten und hoffen, dass sowas ähnliches wie ein Spüleffekt eintritt. Und nie wieder diese Überschwemmungen, wenn einer mal wieder nicht in der Lage war den Eimer richtig zu entleeren. Und vor allem nie wieder "Natürlich kannst du unsere Toilette benutzen, bitte bedenke aber den Eimer, der neben der Dusche steht. Frag nicht."

Unsere Minikatzen sind heute genau eine Woche alt und werden langsam wirklich krabbelig. Die Katze und der eine Kater kümmern sich rührend um sie und selbst unser Sorgen-katzi trinkt wieder artig bei ihrer Mutti. Alles in allem sehr erfreulich.

Ich freue mich so darauf, dass diese Wohnung bald fertig ist. Das nächste Mal, wenn mein Onkel kommt,können wir unsere Geschirrspülmaschine und die Waschmaschine endgültig anschließen und heute kümmern wir uns noch darum den Kühlschrank und die Schränke ion die Küche zu schaffen, die Schränke müssen dann ja auch noch beklebt werden. Das wird richtig Arbeit. Hach ja, und dann müssen noch so viele Dinge lackiert werden. Eigentlich sollte man auch mal Hausarbeiten schreiben - naja, eigentlich eben.

So, und nun kümmer ich mich mal wieder um die angenehme Seite des Lebens :P

In diesem Sinne: genießt den Tag.

Liebe Grüße,

Tigga.

Mittwoch, Februar 22, 2006

Kleine Katzen, Tapete und digitales Kabelfernsehen

Juhu *rumwinkt*

Jaja, ich hatte Fotos versprochen... nun ja, das ist aber nicht so leicht, wenn man die passende Software gerade nicht hat, also müsst ihr euch noch ein wenig gedulden, aber bald, bald gibt es dann ein paar hübsche Katzenfotos. Gestern hab ich mir wirklich Sorgen um die Kleinen gemacht. Wann immer man nach ihnen sah, stellte man fest, dass nur zwei von dreien etwas getrunken hatten und das hat mir wirklich Angst gemacht. Naja, heute sieht das schon wieder anders aus. Alle haben brav was getrunken und sehen ziemlich fit aus. Morgen werden die Kleinen auch schon eine Woche alt. Das heisst: noch eine Woche und man ist aus dem Gröbsten raus. Dann öffnen sie die Augen und sind gleich doppelt so süß. obwohl das eigentlich gar nicht geht. Der kleine Kater entwickelt sich zu einem richtigen Schreihals "bäh - Hunger bääääh!" - eben ein unglaublich krakelender kleiner typischer Mann!
Die beiden Katzen sind aber total ruhig und trotzdem verfressen, aber sollen sie auch sein, schließlich müssen die ja gaaaanz schnell unglaublich viel wachsen.

Hoffentlich bringt ihnen ihr Onkel dann nicht bei, wie man Tapete frisst... *schüttel* wie kann man nur? Naja, er ist ja auch in der Lage die ganzen Leckerlies runterzuwerfen, alle zu öffnen und richtig viele zu fressen. Wenn er Magenschmerzen hat ist er also selber Schuld... apropos Tapete: ich habe jetzt welche in meinem riesigen Flur. Wie schön. Das Karamel ist auch schon an der Wand. das Rot folgt dann noch. Und wenn mein Flur dann zwei Drittel Karamel und im unteren Drittel rot ist, dann kann ich auch endlich meinen Esstisch hineinstellen und Stühle drumherum und endlich endlich muss ich dann nicht mehr auf dem Fussboden dinieren. Beim Mikrowellenessen wird es wohl noch ein, zwei Tage bleiben, denn es muss erstmal jemand den E-Herd anschließen, denn das darf nur jemand tun, der das kann, weil auf den Leitungen sehr viel Spannung liegt. Nun denn, meine Klospülung ist auch noch nich da. Sauhaufen hier. Okay, okay... Sauhaufen... der Hausverwalter hat sicherlich auch noch anderes zu tun (obwohl er nicht so wirkt... "Ja, ich komme morgen." Übermorgen war er dann immer noch nicht da. "Ja, ich räume die Abstellkammer von dem Gerümpel der Vormieter frei." zwei Wochen später: "Ach, hat das immer noch niemand getan?" Man fragt sich WER????, aber man fragt ihn nicht, sondern wartet geduldig. Er will diese Abstellkammer seit Anfang januar leer räumen und -Moment- ja, sie ist immer noch voller Gerümpel! Egal...), jedenfalls denke ich das oder hoffe das für ihn *Faust ball*. Jedenfalls will er morgen endlich einen Spülkasten an das WC bauen. Morgen - hoffen wir's mal.

Die Nachbarn müssen auch denken "ich ziehe aus!". Erst machen wir wochenlang Krach mit Fliesen schneiden, Laminat sägen, bohren und schleifen und dann hören wir endlich auf damit und dann... ja, und dann kommen die Leute vom digitalen Fernsehen und bohren und hämmern den ganzen Tag *schmeißt sich*. Ich find das nur lustig, aber ich wette der Rest der hier wohnenden Menschen nicht. Egal. Für mich gehört dieser Ton zum Alltag - genauso wie das immer viel zu frühe "Reise, Reise" und Geklopfe von meinem Onkel ("Morgen müsst ihr erst um halb acht aufstehen!" Und dann wird der auch noch aggressiv, wenn er bis acht kein Frühstück hat.. Okay, wer arbeitet auch gerne ohne was im Magen, aber kann der nicht einfach nach dem Frühstück anfangen zu arbeiten? Oder noch wichtiger: nach dem Aufstehen?!), aber egal, wer ne komplett fertige Wohnung haben will, muss halt auch was dafür tun. Und genau das haben wir heute noch vor: Schränke bekleben und den Kühlschrank und eben diese in die Küche schleppen... bald ist die dann ganz fertig *freu*. Kochen. Backen. Spülmaschine *träum*.

In diesem Sinne, liebe Grüße an die Umziehende und ihre Tiger :)(Du packst das schon! *daumendrück* Man sieht sich online, wenn du es wieder sein kannst *drückt*.) und dem Rest eine ruhige, entspannte Zeit, denn die wünsche ich mir auch :).

Tigga.

Sonntag, Februar 19, 2006

Wenn man sich sich vermehrt...

Nein, nicht ich. Meine Katze!
Jaha, meine liebe kleine Freya ist jetzt eine fellige, liebe Mutti von drei kleinen noch blinden getigerten Katzenwelpen. Hach, sind die süß. Ja, und die sind auch massgeblich Schuld daran, dass ich die Tage nicht anwesend war. ich musste dringend und ausgiebig kuscheln... Normalerweise überkommt mich dieses fraulike Quietschen und "Süüüüß" schreien nur bei Pinguinen und Erdmännchen (oder auch Inga-Deutsch: Pinsus und Timonse.), aber bei den kleinen Katzen kann ich einfach nicht widerstehen. Das schönste ist aber, dass alle drei jetzt schon ein liebevolles Zuhause haben. Eine (grau/schwarz-getigert mit weißen Pfötchen und Gesichtchen) bleit hier und sie hat auch schon einen hübschen Namen bekommen:(Morgan le) Faye . Die anderen beiden werden aber auch schon sehnlichst erwartet.
Nun gut, aber mal genug von kleinen Katzen, bevor ich noch anfange zu schwärmen... demnächst mal ein oder zwei Fotos von den dreien.

Ansonsten gibt es auch weiter schöne Neuigkeiten: endlich habe ich eine Küche inklusive Fussboden und auch unser Bad dürfte morgen endlich vollständig fertig sein: Bye bye Eimer! Man weiß eine Klospülung echt erst zu würdigen, wenn man keine hat... genauso wie Waschmaschinen, Duschen, Spülen, Fernseher, Telefon.. ach ja, aber das wird alles nächste Woche und dann sind hier schon alle ausser einem Raum bewohnbar. Nun denn, morgen wird also Laminat gekauft und verlegt. Dann brauchen wir noch achtzig Bücherregale, weil ja dann auch unsere Bücher endlich einen Platz finden können *freufreu* - vierzig Kartons weniger ;)!

So, heute nur ein kurzer Eintrag. dafür dann die Tage ein neues Kapitel und Fotos. Versprochen!

In diesem Sinne: nettes Restwochenende und einen schönen Montag (ich hab jetzt erstmal bis April Semesterferien *fies grinst*)!

dat Tigga.

PS: Now playing: The Rocky Horror Picture Show - Hot Patootie
^^müsst euch wirklich dringend mal ansehen/anhören... ist einfach nur klasse! *rockt*

Mittwoch, Februar 15, 2006

Der Schriftsteller und Clown in mir...

...kommt häufiger mal zum Ausdruck.
Weil man mich jetzt schon öfter mal darum gebeten hat, veröffentliche ich jetzt mal sowohl das Vorwort meines "Buches", das ich zusammen mit einer sehr sehr guten Freundin vor fast zwei Jahren begonnen habe, als auch den ersten Teil des ersten Kapitels. Sollte das irgendwer lesen wollen und auch noch toll finden und dieses dann auch zum Ausdruck bringen, dann bin ich gerne bereit noch Weiteres folgen zu lassen, denn hey, wofür schreibt man denn? - Na, um es lesen zu lassen :)

Aber bevor ich das Kapitel hier einfüge, erstmal ein wenig mehr zu meinen letzten Tagen:

Ein areitsreiches Wochenende liegt hinter mir. Endlich, endlich sieht ein weiterer Raum so aus, als könnte man ihn bewohnen und das schönste daran ist, dass er auch noch wirklich, wirklich schön aussieht. Langsam nimmt die Altbauwohnung Formen an und enthüllt, was wirklich in ihr steckt. Lindgrüne Wände und eine wunderbare altmodische Schiebetür, die das fertige Zimmer von dem unfertigen "Wohnzimmer" (oder Materiallager/Abstellraum) trennt machen es einfach nur hübsch, warm und freundlich. Wie ich mich darauf freue endlich Möbel hineinzustellen.

Allerdings ziehen da nun erstmal unsere Katzen ein. Seit gestern abend sind wir endlich Haustierkomplett, sprich: sowohl der Kater meines Freundes, als auch meine beiden Katzen (also Kater und Katze) sind endlich hier und gewöhnen sich langsam aneinander, den Hund und die fertigen Räume. Schade nur, dass sie nicht in das einzige wirklich fertige Zimmer dürfen, denn da stehen ja meine Vögel. Nun denn, aber wer wird denn gegen fast 20 m² Spielfläche meckern? Noch dazu, wenn da zwei (bald drei) Kratzbäume drin stehen und man zwei Fenster zum Autos beobachten hat?
Gespannt bin ich auch... bald kommen die Kleinen (meine Katze ist trächtig und sieht aus wie ein bepelzter Luftballon mit vier kurzen Stummelbeinen und einem Schwanz) und man kann sie sogar schon fühlen *rumhibbelt*.

Linguistik ist durch. Und ich hoffentlich auch. Also durch das Ankreuztestchen... ach nee, die Klausur. So schwer war die gar nicht und eigentlich war ich recht zufrieden mit meinen Antworten. Übermorgen ist allerdings noch Mittelalter dran *würg*. Das geht mal gar nicht. Stures Gepauke und Auswendiggelerne von dusseligen Leuten (Heinrich I., Otto I., Otto II., Otto III., Konrad I., Heinrich II., Heinrich III., Heinrich IV., Heinrich V. ... die hatten auch keine Phantasie die Leute -.-) und bescheuerten Daten (alleine zwölf zum Anfang des Mittelalters und acht zu seinem Ende, plus sämtlichen Regierungsdaten obenstehender Leute und deren Kollegen *nerv*). Hach ja, meines Erachtens ist sowas total sinnlos, denn sobald ich das Ankreuztestchen... ach nee, schon wieder *fluch* die Klausur geschrieben habe, vergesse ich das postwenden wieder. Würd das irgendwem anders gehen? Will sich wirklich jemand merken, dass sieben Kurfürsten der geistlichen und weltlichen Welt (namendlich die Bischöfe von Köln, Mainz und Trier, der Pfalzgraf bei Rhein, der Markgraf von Brandenburg, der Herzog von Sachsen und der König von Böhmen) einen König wählen? dass das von 1356 bis 1806 so war? Will das wer wissen? Muss das wer wissen? Ich muss es wohl wissen, schließlich muss ich das mal meinen Schülern nahe bringen, denn augenscheinlich meinen auch die Geschichtslehrbücher, das man das wissen muss. Ich hab da zwei Theorien zu:
Theorie 1: Weil das schon 1400 vermittelt wurde, dachte man sich von genenration zu Generation: "Wenn ich das lernen musste, wird es wohl wichtig sein und meine Schüler müssen es also auch lernen." Oder:
Theorie 2: Es gibt nichts spannendes über das Mittelalter zu erzählen, also vermitteln wir eben das.

Ist ja auch egal. Ich kümmer mich jetzt mal wieder um meinen Kleintierzoo und lass euch mit meinem 1. Kapitel alleine.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen und bitte ignoriert den Valentinstag (Ich find den mindestens so bescheuert wie den Muttertag. Kann man dem Menschen den man liebt das restliche Jahr über nicht zeigen, dass er toll ist? Ist ein spontanes kleines Geschenk, ein Picknick, ein kleiner Kuss und ein gehauchtes "Ich liebe dich" nicht viel mehr wert als jede Aufmerksamkeit zum Valentinstag? Kann es sein, dass Pralinenfabrikanten und Blumenläden sich mal irgendwann getroffen haben und beschlossen was fürs Geschäft zu tun?! Und nebenbei haben sie dann noch gleich den Muttertag erfunden... fein fein. Müttern gedenkt man also auch nur einmal im Jahr? So ein Schwachfug! ;) ).
Bis die Tage dann, bleibt nur zu hoffen, dass ihr halbwegs zuordnen könnt, wer was sagt, aber das wird schon, schließlich ist alles, was ich von mir gab kursiv und das Vorwort entstammt auch meiner Feder. Alles andere ist allgemeiner Text oder von meiner Freundin verzapft. ;)

Tigga.




Vorwort zum 1.Kapitel


Tja, was das hier wird, wenn es fertig ist, weiß ich auch nicht so genau. Irgendwer sagte mal: „Schreib doch mal alles auf, was Du uns immer so erzählst.“ Und ich überlegte. Aufschreiben? Alles? Da bin ich ja in Jahren noch nicht fertig… aber egal. Erstmal anfangen!
Wenn man die Fähigkeit hat 45 Minuten lang zu reden, ohne das irgendwem langweilig wird und statt dessen alle um einen herum lachend über den Fußboden kullern, an Erstickungsanfällen leiden und versuchen irgendwelche Laute hervorzustoßen, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder man ist Clown – oder Exorzist!
Nun denn. Eigentlich ist mein Leben selten spannend, aber, wenn ich erzähle hängen trotzdem die meisten Leute an meinen Lippen und lachen. Und das ist für mich der Hauptgrund überhaupt zu erzählen: das Lachen. Wenn ich die Laune heben kann, Krisen wegschieben oder einfach nur ein lautes Lachen auslöse bin ich zufrieden. Klar, ich könnte mich auch anziehen wie ein Idiot, mir ne merkwürdige Brille aufsetzen und mit Akzent dummes Zeug von mir geben – aber man will Edmund Stoiber ja nicht die Show stehlen.
Eigene Ideen sind trumpf. Dafür braucht man wohl ein wenig Kreativität, etwas Intelligenz und Timing. Als ob ich das hätte. Naja, Abitur scheint zu reichen, um sich privilegiert zum Affen machen zu dürfen.
Apropos Abitur. War eure Schulzeit eigentlich auch so merkwürdig? Hattet ihr auch Lehrer, die in der Adventszeit mit blinkenden Ohrringen oder einem Ghettoblaster auf der Schulter, aus dem es laut „White Christmas“ dröhnte, herumliefen? Oder welche, die sich ständig über Kollegen aufregten oder lustig machten, von ihren Kindern, ihren Putzfrauen oder ihren Autos schwärmten? Mal ehrlich: so viel will man über das Privatleben von Lehrern doch gar nicht wissen – sie könnten am Ende ja wie Menschen wirken. Oder der Eindruck, dass sie von anderen Planeten stammen, könnte nachhaltig erhärtet werden. Was mach ich hier eigentlich? Und warum? –Tja, es sind Ferien (wer kennt dieses Phänomen noch? Wenn Schule ist, will man Ferien. Hat man dann Ferien, hat man nach ein paar Tagen müßigen Herumsitzens schon keine Lust mehr..), das Wetter ist kalt, grau und widerlich, keiner ist da oder wach, meine Telefonrechung zu hoch, meine Hausaufgaben hab ich schon erledigt (DAS zeugt von Langeweile!) und kenne schon die gesamte „wise guys“ – DVD auswendig. Kurz: ich hab nichts zu tun (wie alle Leute, die irgendetwas schreiben…). Mach ich hier gerade nicht etwas positives, konstruktives, das meine Enkel später mal lesen könnten? - Dazu bräuchte ich erstmal Enkel. Oder noch viel grundsätzlicher erstmal einen Mann, dann Kinder und dann müssten die das gleiche Problem überwinden (obwohl ich ja auch einen Sohn haben könnte, der dann eine Frau bräuchte – wenn er nicht schwul wird, oder auf Tiere steht, oder hässlich, oder beziehungsunfähig, oder *klatsch* „Hilfe, ein Redefluß!“) und dann auch noch willig sein Kinder zu zeugen. Naja. Im Großen und Ganzen ist das hier vielleicht irgendwie begrenzt konstruktiv – hoffe ich. Ich meine, meine Alternative zum schreiben wäre die Möglichkeit zehn blaue Dreieckstücher zu bügeln, zu falten und mit mehr oder weniger schicken Knoten zu versehen. Und so spannend ist Pfadfinderarbeit – jedenfalls solche – nun auch wieder nicht. Für Pfadfinderarbeiten ist man nahezu jedes Wochenende unterwegs. Mal hier, mal in Plön (na ja, das ist eigentlich ganz entspannend) mal irgendwo sonst in Schleswig - Holstein oder auch schon mal in Mecklenburg-Vorpommern. Man plant, organisiert, berichtet, bespricht, trifft sich, tauscht sich aus, spielt Theater, lernt nützliches und weniger nützliches, stimmt ab, besucht und nervt sich gegenseitig. Puh! Wie anstrengend! Obwohl es auch sehr viel Spaß macht (irgendwo zwischen dem Streß) und vor allem, wenn man dann auch Ergebnisse sieht, sehr interessant sein kann.


5. April 2004, Sarahs Küche, Stromausfall


1. Kapitel: Sind Pfadfinder ansteckend?

Im Moment befassen wir uns mit der Frage, ob wir verrückt sind oder der Rest der Welt. Wobei der Rest der Welt sicherlich einer Meinung ist – wir aber auch!
Apropos wir: hmm, was schreibt man über sich, dass nicht entweder total übertrieben oder total untertrieben ist? Zu sagen, dass wir verrückt sind wäre zum Beispiel übertrieben („Ich glaube, ich habe noch irgendwo Wunderkerzen. Ich gehe mal gucken, was wir sonst noch an Kerzen da haben. *kopfschüttel* Tz, wir haben keinen Strom!“), zu sagen, dass wir völlig normal sind wäre dagegen untertrieben. Wir sind eben Pfadfinder!
Allerdings noch nicht lange und doch: man merkt es!
Sich das erste Mal mit Pfadfindern zu beschäftigen ist wirklich merkwürdig. Zuerst denkt man in den üblichen Klischees: („Wir haben nur lange Kerzen – kein einziges Teelicht und wer das hier gebaut hat - Hilfe, eine Kerze in Teelichtform! - gehört bestraft!“ „Weißt du, was lustig wäre? – Wenn wir so Momentaufnahmen mit einbauen würden…“ – Hm, was mache ich denn hier gerade? „iiih, da war ein Stückchen.. Ob das Knochen war? Was ist eigentlich Xylit?“ Sarah hört gerade nicht auf, komische Fragen zu stellen.) „Jeden Tag eine gute Tat“ oder auch „Pfadfinder?! – Sowas gibt es noch?!“ („Kennst du die Pflanze auf der Hustensaftflasche?“), bis man dann herausfindet (Wahrscheinlich ist es Thymian… bei dem Hustensaft handelt es sich um Thymianhustensaft und er besteht aus Thymianextrakt, aber ich ignoriere Sarah gerade.), dass es davon doch noch sehr viele gibt („Ich wasch mal den Hustensaftdeckel aus, ja?“ Braucht sie dazu meine Erlaubnis?) und sie alle irgendwie merkwürdig sind. Aber einiges haben sie alle gemeinsam: Pfadfinder reden nicht viel (häufiger singen oder summen sie vor sich hin), sind sehr behäbig (das Programm fängt um zehn an.. na, wir wollen noch frühstücken.. also sagen wir halb zwölf.. Nee, halb zwölf hört sich doof an.. fangen wir mal gleich um zwölf an. – Meistens wird’s dann noch 13 Uhr, bevor es los geht!)und benutzen Autos auch für 50 Meter. Wenn man auch sagen muss, dass Pfadfinder sicher das Trampen erfunden haben, sie haben trotzdem eine unglaubliche Kondition und laufen auch schon mal 20-30 km pro Tag. („Ob der Wasserkocher geht?“ Der Kühlschrank beginnt zu summen. Kühlschrank auf. „Jaaaa, Katzis, es ist wieder Strom da!“) Trotzdem sind Pfadfinder immer recht merkwürdig, jedenfalls auf den ersten Blick, okay, okay, auch auf den zweiten, aber beim dritten kann sich das schon ändern – vielleicht jedenfalls. Versuchen wir das aber erstmal am Beispiel unseres eigenen Pfadfinderstammes zu erklären:
Zuerst einmal wären da unsere „Senioren“ („Mmh, Blumenvasen… Kakao aus Blumenvasen!“ ) tim, Christian, (“Pling!”), Puschel und der gesamte Stamm Fionn in Form von Fabian „Popel“ R.! Sehr entspannte Menschen! („Ob ich mir einen Fruchtquark hole? Jetzt, wo man nicht mehr befürchten muss, dass der Kühlschrank ausläuft. Oh, Creme Frâiche… ist das Hundefutter? Und das ist Za-za-zab- ja klar! Muss man den Zabaionequark schütteln?“) Das merkt man vor allem, wenn man irgendwas von ihnen will und deswegen einen Kommunikationsversuch startet („Joghurt-Polkaaa… obwohl es Quark ist!“). Meistens ist der eine (tim) dann in den Pyrenäen („Püree-nähen – ich könnte Kartoffelpüree an meine Jeans nähen!“), der zweite (Christian) ist dann oft auf einer Hallig (für nicht norddeutsche: eine kleine, ständig von einer Flut bedrohte Insel), der dritte nicht zu erreichen („Ich bin grad auf einer Jugendfreizeit *klirr* und das Bier darf nicht warm werden!“) und der mit dem letzten muss man ungeheuer teure Popelgespräche führen (und das am Sonntag morgen); das läuft meistens so ab:
- Ob ich noch genug Geld für ein Popelgespräch habe?
- Ja, wie viel hast du denn noch?
- So circa 3,58 €.
- Ja, das sollte doch reichen.
- Mal sehen, ich probier’s einfach.

Nach genau 98 Sekunden Popel-Gespräch:

- Jetzt habe ich 1,96€ weniger und das Gefühl, dass Popel mich nicht verstanden hat…
- Dann hast du ja circa zwei Cent pro Sekunde für das Popel-Gespräch gezahlt!

-Pause- (Der geneigte Leser hat jetzt die Möglichkeit nachzurechnen)

- Sag mal Inga, hat das nicht genau zwei Cent pro Sekunde gekostet?

-Stille-

- Wäre möglich!

(„Ich setzte mich gerade auf einen Katzenfutterdeckel!“) Tja, die vier sind halt mit der Schule fertig. Die meisten haben sogar Abitur – echt – wirklich! – Nein, das ist kein Witz! Nein, ich erzähle immer die Wahrheit. Wirklich. Ach, Ruhe jetzt!
Nun denn, es gibt dann auch noch die andere Variante des Pfadfinderverhaltens, obwohl wir uns noch nicht sicher sind, ob die nicht doch vom Mars stammt – aber dazu später.
Als nächstes sollten wir wohl unsere Gruppenleiter erwähnen („Die Kerze läuft aus. Ob ich sie wohl in die andere kippen kann? Ja, geht. Hey, eine marmorierte Kerze. Ob die Katze Wachs fressen würde? Probier ich gleich mal aus!“): da gibt es also mich (also Inga) und Sarah – mittlerweile hat sich der geneigte Leser wohl von unserer Wahnsinnigkeit überzeugen können – und Clödi und das Orga-Männchen (oder wie es sich selbst gerne nennt : Jayjo – obwohl sich das gar nicht von seinem Namen ableiten lässt, es heisst nämlich Patrick *schulternzuckt*) (Sarah schnüffelt am Joghurt. „Von vorgestern? Naja, ist das jetzt Schimmel oder sind das Körner?“ Licht an – Licht aus. „Ok!“).
Clödi ist ein Langhaarmonster (naja, mittlerweile nicht mehr.) – und stolz drauf. Er ist behäbig wie Samson (nur, dass er keine Würstchen mag – er isst Blumen. Sprich: Er ist Vegetarier.), hat den Intelligenzquotienten von Grobi und auch ca. dessen Ideen und den Humor von Fienchen (d.h. Kritik mag er gar nicht).
(„Ich finde meinen Vater nicht. Vielleicht hat das Internet ihn eingesaugt. Der PC sagt: „Die Leitung ist blockiert!“ Na, der findet sich schon wieder an – in Singapur oder so.) („ Sollte ich erst atmen und dann schlucken oder umgekehrt?“ – „Erst atmen, dann schlucken! Luft ist wichtiger als Joghurt!“) Das Orga-Männchen bildet eine ganz eigene Art. Diese interessante Spezies ist laut, aufdringlich und organisiert den ganzen tag bis zum Nervenzusammenbruch. Ständig schleppt es eine riesige Sporttasche mit Zetteln, Ordnern, halben Aktenschränken und ähnlichem mit sich herum. Wir vermuten, dass es in dieser Tasche, von der Spezies selber als „Osterrhönfeld“ bezeichnet lebt („Verdammt, mein inneres Auge findet den Mülleimer nicht. *quietsch* Ich glaube, ich habe gerade eine Maus zerquetscht! *rülps* Mahlzeit!“) Diese Tasche kann also als der natürliche Lebensraum des Orga-Männchens bezeichnet werden. Sein normaler Tagesablauf besteht aus dem Erstellen unsinniger Listen immer wieder neuen Abrechnungen und ständigem Telefonterror gegenüber anderen Menschen, (Inga besingt ein Pfirsich-Babygläschen „..das man aaaa-hab dem vieeer-ten Moo-naaht… essen kann!“)ist aber selber nie erreichbar. Es scheint das ganze Jahr über paarungsbereit zu sein, findet aber nur selten bis nie paarungswillige Weibchen, weshalb diese Spezies mangels Nachwuchs vom Aussterben bedroht ist
Wir plädieren dafür, dass das Orga-Männchen in Grizimeks Tierleben aufgenommen sowie auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten gesetzt wird, um diese seltene und kostbare Spezies für die Nachwelt zu erhalten und/oder ihr ein eigenes Reservat zu schaffen, in dem es zu unser aller Wohl keine Telefonanschlüsse gibt. Wir wären auch mit einem schicken Platz in einem netten Zoo einverstanden und sehr zufrieden (ca. 50m Auslauf, Heizung, Zigarretten und Kaffee wären super.), wo dieses aussergewöhnliche Experiment der Natur der Weltöffentlichkeit zur Verfügug steht. Es hilft auch sicherlich gerne bei der Buchhaltung des betreffenden Zoos. Bitte melden sie sich, wenn sie diesem possierlichen Tierchen ein neues Zuhause bieten können. Wir nehmen auch gerne Kaffee- oder Aktenspenden entgegen („Ich bin eine Ergänzung zu Sarah, ich bin nachkaufbar – genau wie diese Baby Born-Artikel!“ Inga ist leicht verwirrt macht es den Eindruck.)

Mittwoch, Februar 08, 2006

Alles was Ihr schon immer über Sonnenschein wissen wolltet...

Einen wunderschönen guten Abend allerseits.

Ich hatte heute einen wunderbaren Tag.

Mal kurz angefangen beim (Faktum 1)Wetter: Nass, unglaublich windig, kalt.
Kombiniert mit (Faktum 2) zwei Hunden (einen eigenen und einen in Pflege) führt das zu (Conclusio): Matsch, matschig und *üärks* dreckige Hosen, Schuhen und Fussböden, wobei das ja bei 75% meiner Wohnung nicht wirklich etwas ausmacht.

In der Uni war es heute auch spannend:
1. Stundenvorstellung in Pädagogik "Das ist unglaublich toll, wie sie den Schülern den Unterschied zwischen Kaninchen und Hase/ die Mülltrennung/ das Schätzen und Abwiegen von Dingen / die englischen Tiernamen beibringen wollen." Themen, die niemanden interessieren und vor allem auch nicht soooo "unglaublich toll" umgesetzt waren. Wenn man sich die neue Generation Lehrer so anschaut, überlegt man sich wirklich zweimal, ob man Kinder in die Welt setzen will. Einige sind wandelnde Farbtöpfe, andere sehen aus, als würden sie schon morgens nach dem Aufstehen zum ersten Joint/Bier greifen, wieder andere sind der typische Inbegriff eines "In-der-ersten-Reihe-sitzers" und "Lehrer-die-Tasche-Trägers" und werden sicherlich selber zu solchen Lehrern, die das unglaublich schätzen. *seufzt* Hach ja, das soll nun nicht heißen, dass ich mich für fähiger halte, Kinder zu unterrichten, ich frage mich aber trotzdem, was diese armen kleinen Gymnasiasten denken, wenn diese neue Generation von Lehrern vor Ihnen stehen. Wieviele von meinen Kommilitonen werden wohl heulend aus einer siebten Klasse rennen? Wieviele werden vorn stehen und vergeblich versuchen ihre Klasse ruhig zu bekommen? Wieviele werden wohl mit gähnenden Kindern leben müssen, oder mit "Tritt mich"-Zetteln am Lehrerstuhl? Werd ich das auch mal erleben? Werd ich es vielleicht gerade nicht erleben? Man wird sehen.

2. Englisch-Vorlesung: "Alles was Sie schon immer über Theorie wissen wollten... II"
Der Titel sagt schon alles. Wer wird sich da nicht fragen "Moment, wollte ich je was über Theorie wissen? Gibt es da was zu wissen? Und wenn ja, was?" Für all diese Neugierigen: Nö, es gibt da gar nichts zu wissen. Man kann sich aber mit der Interpretation von Texten leicht einen Professortitel verdienen, wenn man die Interpretation auf eine Basis setzt, die sowas von weit hergeholt ist und so unplausibel erscheint, dass man als Schüler wohl mindestens eine Fünf dafür kassiert hätte. Man kann auch klasse seine Brille die Nase hinauf und hinab schieben, tadelnd gucken und einfach vor sich hin reden und damit unglaublich viel Geld verdienen. Wäre vielleicht auch ne Alternative für mich... ach, nee. Hab ja keine Brille. So ein Mist!

3. Mensa-Essen: Ist ganz klar für Alte oder Kinder: farblos, geschmacklos, konsistenzlos und nährstofflos. Eben für den Rand der Gesellschaft: die Studenten ;)
Irgendwer witzelte heute: "Das Gummihuhn, dass du da isst, kommt sicherlich aus der Türkei." Ich wäre mir gar nicht so sicher, dass das nur ein Witz war. Naja, wenn ich nächste Woche nicht mehr schreibe, war es aus der Türkei... *hrhr* Irgendwie bin ich heute Sarkasmusgeprägt... mag am Wetter liegen.

4. Mittelalter-Grundkurs: War wirklich klasse. Wie Tennis. Erste Reihe und dann dem Dozenten mit dem Kopf ständig folgen, wie er immer von rechts nach links und zurück läuft und dabei alles und jedes Wort wiederholt ("Ich habe gerade bei allen gesehen, also wirklich bei allen, naja, mit Ausnahme von ein paar - Wer ist die Ausnahme? - Also bei allen mit Ausnahme von Ihnen und Ihnen, mit Ausnahme einiger hab ich also bei allen gesehen, bei allen, jeder hier im Raum, also sogar sie da oben, also wirklich alle, sprich nur wenige Ausnahmen, alle in diesem Raum... haben einen Collegeblock. Kaufen sie sich bitte einen Schnellhefter, sonst geht alles verloren. Kennt man ja...") Nun denn, ansonsten ist der Kurs gar nicht schlecht. Informativ, gut strukturiert, locker und v.a. lustig und freundlich.

Jetzt ist es also mal wieder Abend und ich bin wieder Zuhause, nachdem ich im Bus mal wieder das Bedürfnis hatte meine zarten Fingerchen zu einer Faust zu ballen und so ein paar dreisten Kindern voll eine zu zimmern."Ey, Oma, mach mal Platz da." Schubsten fast eine alte Dame mit Gehwagen um und setzten sich dreist auf den von ihr angestrebten Platz. Als die alte Dame daraufhin ihren Behindertenausweis zückte und um den Platz bat, der ihr zustand, kam nur ein "Ey, geh sterben, dann kostest du keine Rente mehr.". Naja, ich bin also kurzerhand aufgestanden, habe der alten Dame meinen Platz angeboten, bin rüber zu den "HipHop-Ich-hab-von-meiner-Mutti-einen-teuren-Trainingsanzug-und-ne-fette-Silberkette-bekommen-und-trage-Wochenklohosen (Jemand ein treffenderes Wort für Baggypants im Angebot?)"-Kerlen und habe sie ordentlich gestaucht. Mann, wie miese Laune und Ärger zusammen doch Jugendliche Nervensägen in ihre Svhranken weisen kann. Dabei war ich sogar nur freundlich und bestimmt, habe nur nett angemerkt, dass sie auch irgendwann mal alt sein werden, dann hoffentlich von Idioten ihres Schlages ebenso behandelt werden und vor allem habe ich nett hinzugefügt, dass ich ebenfalls hoffe, dass es, wenn sie auf die 80 zugehen ein noch schlimmeres Sozialsystem in Deutschland gibt, damit sie mal sehen, mit wie wenig man auskommen muss, wenn man sein ganzes Leben lang für seine Kinder und Enkel gearbeitet hat. Dann erklärte ich nur noch höflich, dass sich ihr sozialer Intelligenzquotient sicherlich irgendwo in ihrer Hose befindet und bat sie freundlichst doch mal nachzusehen, ob er in der Wochenklohose nicht erstickt wäre und bat sie dann noch auf dem gleichen Wege noch nach ihrem Hirn zu suchen. Als ich nach vier Minuten ausstieg, war Ruhe und ich hinterließ zwei ziemlich kleinlaute "Gangsta" und einen amüsiert lächelnden Bus.

Warum schreibe ich das alles? Damit vielleicht ein oder zwei andere meinem Beispiel folgen und ein wenig Courage beweisen. Man kann alles ändern, man muss nur den Mund aufmachen und es versuchen.

In diesem Sinne: Lasst die Sonne durch die Regenwolken und macht euch euren Tag selber hell.

Alles Liebe von
Tigga.

Dienstag, Februar 07, 2006

Indoor Pfadfinderlager

Guten Morgen allerseits!

Ja, toll. In der Nebensaison des Pfadfinderdaseins, kann ich jetzt in meiner eigenen Wohnung ganz nach dem Motto "back to the roots" leben. Okay, von DSL und Internettelefonie mal abgesehen. Jedenfalls funktioniert meine Dusche jetzt endlich und hey, wenn mein Freund wieder auf zwei Beinen stehen kann und sich nicht mehr fiebernd und wehleidig wie jeder Mann unter der Bettdecke verkriecht, dann kann er auch sicherlich die Internetanleitung zum Verfugen lesen und bald schon sind wir wieder ein Stückchen weiter. Hach ja, man kommt vorran... Ich spiele zwar mittlerweile schon mit dem Gedanken einschlägige "Wir verschandeln..äh..verschönern ihr Zuhause-Sendungen" anzurufen, allerdings habe ich Angst vor pinkfarbehnen Wänden, roten Latexhockern und "tollen Plastikbox-Aufbewahrungssystemen", sowie fliederfarbenen Kacheln *schüttel*. Also doch lieber selbst Hand anlegen. Hand werde ich auch noch anlegen müssen heute, allerdings nicht an Wände oder ähnliches, sondern an meine Linguistik und Mittelaltergrundkursordner zwecks der Aufnahme und Speicherung von Wissen bezüglich den bevorstehenden Ankreuztestchen, ach nee, Klausuren... *kopfschüttelt* Ach, ich vergesse auch immer das adäquate Wort dafür.

Falls irgendjemand Lust verspürt, mir beim renovieren zu helfen *hust* oder einfach nur Abenteuerurlaub in meiner Wohnung machen will, dann melde er/sie sich doch bitte ;)

Macht euch noch eine schöne Woche, lacht mal wieder, das entspannt so schön :)

*In Pfadfinderkluft wirft*
Gut Pfad.

Tigga

PS: Falls ihr nicht an die Existenz von Pfadfindern glaubt, oder sie für eine Bande Kekseverkaufender Mädchen haltet: www.vcp-sh.de :)

Mittwoch, Februar 01, 2006

"Wenn möglich: bitte wenden!"

Ja, doch, ich schreibe noch. Schon vermisst worden? Ach du meine Güte... das ging ja schnell.

Nun, ich war ein wenig unabkömmlich und ebenfalls ein wenig internetlos. Schlimm sowas. "Man merkt erst, was einem fehlt, wenn man es verloren hat." Wenn dieser Satz auf eine nicht bestehende Internetverbindung zurückzuführen ist, hat man entweder sehr wichtige Dinge zu tun oder ist irgendwie ein wenig süchtig.

Nein, ich bin nicht süchtig. Ich bin wichtig und hab wichtige Dinge zu tun... etwa was anderes gedacht? Schämt euch. :P

Ich bin also in letzter Zeit nicht dazu gekommen auch nur ein Wort zu schreiben und das lag einzig und alleine an der Tatsache, dass ich umgezogen bin. Naja, umgezogen kann man das fast nicht nennen. Ja, ich lebe in einer neuen Wohnung. Aber kann man denn von "wohnen" reden, wenn sich dieses Verbum auf das Leben in einem von drei Räumen bezieht und die restlichen beiden Räume nebst Küche und Bad noch nicht wirklich bereit sind, Möbel aufzunehmen? Von den vielen Kartons mal abgesehen...
Jedenfalls wäscht man sich in der Küche an der provisorisch angeschlossenen Spüle, benutzt die provisorisch angeschlossene Toilette, indem man mit einem Eimer nachspült und isst was die Mikrowelle (Welcher Herd?!)hergibt, oder was der Dönerladen um die Ecke so herstellt. Ja, Junggesellen leben alle so (wenn sie überhaupt eine Mikrowelle besitzen oder bedienen... der einzige Zweck derselben besteht dort doch nur darin den halben Döner oder die angebissene Pizza vom letzten Abend am nächsten "morgen" (sprich: 13h) wieder auf eine essbare Temperatur zu bringen.), aber das ist nichts für mich... lange mache ich das nicht mit, aber es wird ja nicht ewig dauern, bis diese Wohnung wunderschön ist und man all die Möbel ordentlich hineinstellen kann, die Wände Farbe (und noch wichtiger: Tapete) haben und alles nur noch gut läuft... schließlich sind ja bald Semesterferien.

In diesem Sinne: haltet die Ohren steif und wenn euer nachbar mit Handtuch und Duschzeug unterm Arm schieflächelnd vor der Tür steht: lasst den armen Menschen duschen!

Dienstag, Januar 17, 2006

Do I really understand what I read ?!?

Moin, Nabend, Tach auch. Hey, da bin ich - Applaus bitte!

Ja, Langeweile ist ein wirklich gewichtiger Grund, um mal aufzuschreiben, was einen bewegt und das dann auch noch die ganze Welt wissen zu lassen.
Man stellt sich schon so einige Fragen: Hab ich eigentlich was zu sagen? Wird das irgendwer lesen? Ist das irgendwie von irgendeinem Sinn geprägt? - "Man wird sehen" ist wohl die plausibelste Antwort - und ich werde es sehen!

Wieso schreibt man ein "öffentliches Tagebuch"? Na, eigentlich gibt es da nicht sonderlich viele Gründe:
1. Selbstprostitution: Man hält sich für unglaublich witzig oder schlau oder schön oder alles und hätte das auch gerne von anderen gehört, weswegen man fragwürdige, gestellte Fotos postet, auf denen man theatralische Dinge mit seinen Händen anstellt und möglichst wenig trägt.
2. Einbildung: Man nimmt sich viel zu wichtig. Hält sich für unglaublich interessant, kritisch, aufgeschlossen und schlau und schreibt dann so Dinge wie "Hatte heute Spaghetti zum Mittagessen..."
3. Aufmerksamkeit: Tagebücher sind private, abgeschlossene Dinge, in die hin und wieder eine wirklich, wirklich vertraute Person einen kurzen Blick werfen darf. Ein Blog ist das Gegenteil. Aber, wie mein Lieblingsausspruch von einem Freund lautet: "Attentionwhore bleibt Attentionwhore."

Ich denke, bei mir ist es eine Mischung aus 3. und der vorhandenen Langeweile. Ich lausche meinem Lieblingswebradio, lächele vor mich hin und hab eigentlich viel zu viele Gedanken im Kopf. Nun gut, ordnen wir die eben:

Zu Anfang: Wer schreibt hier eigentlich? Diese Frage, hat zwei Antworten - eine kurze und eine ausführliche.

Die kurze: Ich.

Die ausführliche: Ich, also eben ich. Ja, und wer bin ich? Wie bin ich? *lacht* Öhm, wohl etwas durchgeknallt, selbstredend lustig, freundlich und nett, aber auch oftmals verschlossen. Nicht alles, was ich denke, was mir durch den Kopf geht oder ich fühle, teile ich anderen mit, nichtmal den Menschen, die ich liebe. Solche Dinge bahnen sich meistens erst einen Weg, wenn ich schreibe. Dann fließen Tränen, kommen Erinnerungen - freudige, wie auch traurige. Ich schreibe nicht viel, meistens Erlebnisberichte, manchmal Geschichten, die auf Erlebnissen beruhen oder aber einfach nur ellenlange Abhandlungen zu irgendeinem Schwachsinn. Nun, aber das werdet ihr noch früh genug merken... *hrhr*

Aber genug von mir und mal zu mir.

Donnerstag wird ein wirklich übler Tag für mich. Wie jedes Jahr. Wie jeder 19. Januar. Donnerstag ist mein Tauftag. Nun, das interessiert im Wesentlichen eigentlich niemanden. Wer weiß schon, wann sein Tauftag ist? Nun, ich weiß es. Wichtiger ist jedoch, warum ich das weiß.
Meine Taufe war mein erstes Geschenk an meinen Vater, der an dem Tag, als ich getauft wurde seinen 50. Geburtstag feierte. Ich war sein absolutes Wunschkind und er und meine Mutter hatten viel für mich gekämpft, sehr viel aufgegeben und noch mehr gelitten. Er muss wirklich glücklich gewesen sein. Keine Ahnung, hab ihn nie gefragt oder fragen können.
Ich weiß noch genau, wie es war, als er starb. Ich war seit sieben Wochen in Dänemark, wo ich ein halbes Jahr zubringen sollte, gewesen und kam auf einem Sonnabend nach Hause. Alles war schön, mein Vater schloss mich in die Arme und war wohl überglücklich mich zu sehen, wo ich an seinem Geburtstag doch keine Gelegenheit hatte Zuhause zu sein. Manchmal glaube ich wirklich, er hat nur für mich diese Schmerzen ausgehalten, halt sich nur für mich am Leben gehalten, nur, um mich aufwachsen zu sehen und nur, um mich in diesen Winterferien ein letztes Mal in die Arme nehmen zu können. Sonntag war ein normaler Messetag, ein Tag wie jeder andere, denn ich bin auf Messen großgeworden. Mit 5 die ersten Kundengespräche und Maskottchen der Firma. Mit 16 in der Lage auch schwierigste Verhandlungen für den Vater zu übernehmen und einfach an der Provision mitzuarbeiten. Sonntag abend setzten dann die Schmerzen ein. Heftige Schmerzen. Ich hatte gewusst, wie schlimm es stand, wusste, dass ich nachts durch Schmerzensschreie wachgehalten werden würde, wusste, dass meine Mutter aussehen würde wie ein wandelnder Geist und trotzdem hatte ich das nicht erwartet. Mein Vater schluckte eine Tablette, die mir so riesig vorkam, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass man sie wirklich in einem Stück schlucken konnte. Danach schien es besser zu werden, doch ich wollte gar nicht wissen, wieviel Wirkstoff welcher Art in dieser Tablette eigentlich war.
Montag wurde es besser. Erst. Dann nicht mehr. Der Anruf kam gegen Zehn Uhr morgens, als wir alle schon längst wieder auf einem Messestand standen: "Ihr Mann ist bei uns eingeliefert worden. Ja, hat gestreut. Weiß man nicht genau, ein paar Monate noch. Ja, er kann morgen nach Hause." Meine Mutter ließ mich allein auf der Messe. Alleine mit den neugierigen Blicken der nichtsahnenden Kollegen fertig werden, alleine mit der Angst fertig werden, lächeln und verkaufen.
Zuhause angekommen, gab es keine Sorgen mehr. "Vati geht es gut, er will nur nen Fernseher, denn Olympia läuft doch." Eine ruhige Nacht und die Freude, meinen Vater am nächsten Tag wieder zu haben. Den ganzen Dienstag gearbeitet und dann auch noch abends mit der Direktrice durch die Gegend gefahren, um noch mehr Kunden zu besuchen, die nicht auf die Messe kommen konnten. Vollkommen erschlagen kam ich nach Hause. Der versteinerte Blick meines Onkels mit diesem Kopfschütteln. Meine Mutter zusammengebrochen am Telefon und dann diese Worte "Vati hat keine Schmerzen mehr. Nie mehr." Und dann nur noch Tränen, Tränen und so viele Gedanken. Er wird nie sehen, wie ich auf meinem Abschlussball tanze. Nie sehen, wie glücklich ich bin, wenn ich ihm sagen kann, dass ich einen Mann gefunden habe, den ich über alles liebe und mit dem ich mein Leben teilen will. Nie kann ich ihm seinen sehnlichsten Wunsch erfüllen und mit ihm den Weg zum Altar zurücklegen. Nie wird er seine Enkelkinder sehen. Und dann kamen noch mehr Tränen.
Bei der Beerdigung war ich nur überrascht. So viele Menschen, so viele Freunde und so viele Tränen in den Augen von Leuten, von denen man das nie gedacht hätte. Mein Cousin, der - doppelt so alt wie ich - sagte "Wäre es doch mein Vater...", als mein Onkel ihn nicht hörte. So viele Erinnerungen.

Nun denn, das hat mich einiges gelehrt, aber vor allem, dass man das Leben so nehmen muss, wie es kommt und es so akzeptieren, das Beste daraus machen und hart arbeiten sollte, um es genießen zu können, um ein erfülltes Leben zu haben. Nach vorne schauen, die Vergangenheit nur zum Erinnern benutzen, aber nie darin versinken. Lasst euch nicht von den Schatten einholen, sondern strebt zum Licht.

Mein Leben ist kein schlechtes Leben, denn ich habe alles, was ich brauche und noch sehr viel mehr. Ich habe eine eigene - zugegeben noch recht kleine - Familie. Ich habe Luft, Liebe, Nahrung, Freunde, einen interessanten (naja, mehr oder weniger) Studiengang und noch so einiges mehr. Hach ja, das klingt unglaublich spießig. Nicht wahr? Aber hey, wer will schon wirklich in einem bunten Hippiebus von Festival zu Festival fahren, Sex, Drugs and Rock'n'Roll? Mal ganz abgesehen davon, dass das nicht ein qualitativ hochwertiger Lebensstil ist, ist Punk meiner Meinung nach Einstellungssache, aber dafür muss man vorher noch eine wichtige Frage klären: Was ist eigentlich "spießig"? Wohl das sprachliche Gegenteil von "alternativ". Allerdings hab ich das Gefühl, dass heutzutage Spießigkeit die wirkliche Alternative ist, denn wer denkt noch in solchen Bahnen?
Um das mal mit einem Beispiel zu verdeutlichen: Meine Freundin sollte mich neulich an der Uni abholen und sie antwortete auf meine umsichtige Frage, ob sie auch gut hergefunden hätte: "Mir war klar, dass ich richtig war, als alle auf einmal so alternativ aussahen." Wenn aber nun alle "alternativ" aussehen, ist "Spießigkeit" die Ausnahme. Wir haben ein festgelegtes Bild von einem Studenten: faul, ungewaschen, jeden Tag Party und das Geld von Mutti/Vati oder dem Staat verprassen. Interessanterweise ist das Bild, das die Gesellschaft von einem Punk hat genau das gleiche. Punk ist aber weit mehr als welche Bondagejacke ich besitze oder wo ich wieviele Niten habe. Punk ist eine Einstellung, eine Auffassung, eine Auflehnung gegen festgelegte Regeln und eigentlich ist Punk für jeden etwas anderes und wahrscheinlich im Endeffekt ein persönliches, kleines Stück Freiheit! Oder wie meine Lieblingsband Wizo in einem Lied schrieb:


"Nana"
Wenn ich an meinem Fenster steh
und seh was draußen vor sich geht,
ja dann bin ich froh, dass ich nicht bin,
wie all die anderen sind.
Wenn ich durch die Straßen geh
und all die Vollidioten seh,
ja dann bin ich froh, dass ich nicht bin,
wie all die anderen sind.
Deren Werte und Moral
sind mir völlig scheißegal,
ich brauch weder Gott noch Vaterland,
Ihr könnt mich alle mal.
Denn für immer Punk
will ich sein mein Leben lang,
lieber Aussenseiter sein,
als ein dummes Spießerschwein!
Ich hab's mir selbst so ausgesucht
und hab es oft genug verflucht.
Doch ich geh den Weg,
den ich gewählt hab weiter bis ins Grab.
Und für immer Punk
will ich sein mein Leben lang,
lieber Aussenseiter sein,
als ein dummes Spießerschwein!
Ich brauch niemand, der mir sagt,
was ich zu tun und lassen hab.
Auch wenn's oft schon Ärger gab,
ich bleibe Punk bis in mein Grab
Und komm es vor,
dass mache Wixer sagen wollen,
was Punk und nicht mehr Punk sein soll,
dann scheiß ich ihnen ins Gesicht,
neue Regeln brauch ich nicht.
Wenn ich durch die Straßen geh
und all die Scheißgesichter seh,
ja dann bin ich froh, dass ich nicht bin,
wie all die anderen sind.
Und was lernt man nun daraus?
1. Immer zweimal hinschauen, bevor man urteilt.
2. "Alternativ" ist Konvention.
3. Mut zur Spießigkeit.
4. Mut zur Lebensfreude.
In diesem Sinne: Kopf aufmachen!
Frohes schaffen,
Tigga.